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Die Physik

 

Wie wird nun ein Impuls erzeugt? Ein aus Kondensator und Spule bestehender Schwingungskreis wird z.B. mit Rechteckimpulsen angestoßen („Stoßerregung“). Im einfachsten Fall ist das eine aus Kondensator, Widerstand, Spule und Funkenstrecke bestehende Kippschaltung. Der Kondensator wird über eine Spule entladen, die Funkenstrecke dient als periodisches Schaltwerk.
Elektrische Impulse sind keine Erfindung der modernen Elektronik - die Natur bietet uns ein Beispiel angewandter Impulstechnik bei den elektrischen Fischen: z.B. der Zitterwels bei den alten Ägyptern oder der Zitterrochen bei den griechischen und römischen Ärzten. Beim Zitteraal macht das elektrische Organ 58% des Körpergewichtes aus, die Impulse (2-3ms, 600V, 1A) sind für Angriff und Abwehr wichtig. Der Nilhecht ist ein „Niederspannungsfisch“, der dauernd elektrische Impulse aussendet (1,3ms,3-10V, 300Hz) und sehr empfindlich auf Potentialschwankungen im Wasser reagiert (kann zwischen Stein und Draht unterscheiden).

Von Interesse sind natürlich die Entladungserscheinungen: An die mit Spitzen versehene Therapieelektrode (im Volksmund „Bürste“, „Besen“, … genannt) wird Spannung gelegt und allmählich gesteigert. Oberhalb einer bestimmten Anfangsspannung kommt es zu Glimmerscheinungen, die sogenannte Korona (intensiv blau leuchtende Aura um die Elektrode. Bei weiterer Steigerung erscheinen violette Leuchtfäden (ultraviolettes Licht, wirkliche Durchmesser ist 90% größer als der sichtbare), sie sprühen von den Spitzen weg und erzeugen ein zischendes bzw. prasselndes Geräusch („Büschelentladungen“ = Vielzahl solcher leuchtender Fäden, die sich unruhig flackernd und verästelnd von den Spitzen weg ausbreiten).Bei weiterer Steigerung der Spannung oder Annäherung einer zweiten Elektrode oder des Körpers an die Spitzen geht die Vorentladung plötzlich in einen Funken über und es entsteht ein kurzdauernder, heller Lichtbogen zwischen Elektrode und Körper. Die Entladungen sind bei Tageslicht kaum zu sehen, weshalb die Therapie in einem abgedunkelten Raum stattfindet, da die Intensität der Vorentladungen für die Behandlung wichtig ist. Die Entladungen an den Spitzen werden durch Stoßionisation eingeleitet: sehr hohe Feldstärken in Spitzennähe verleihen Luftmolekülen so hohe Geschwindigkeiten, daß diese durch Stoß weitere ionisieren können. Die Luft verliert ihr Ionisationsvermögen und leuchtet violett auf.