Start Bereich als Blog Information Die Anwendung

Die Anwendung

 

Wir unterscheiden 3 Behandlungstechniken. Bei der Büschelbehandlung (Effluvien) wird der Funkenübergang durch Fernhalten der Elektrode vermieden. Bei Näherung konzentrieren sich die Entladungen, die zunächst als leichter Hauch („elektrischer Wind“, “Ionenwind“) bei weiterer Annäherung als Prickeln, manchmal kombiniert mit leichten fibrillären Muskelzuckungen, empfunden werden. Bei der Funkenbehandlung (Fulguration) springen die Funken 5-10cm auf den Körper über, um einen starker Hautreiz zu setzen und eine Muskelkontraktion auszulösen. Bei der 3. Variante liegt die Behandlungselektrode (indifferente Gegenelektrode) – in Anlehnung an die klassische Reizstromtherapie – satt auf dem Körper, die Finger des Behandlers bilden die differente Gegenelektrode. Diese Technik dient der Erfassung von Nerven oder Teilen eines Nervengeflechtes oder der Reizung von Akupunktur- oder Triggerpunkten. Es lassen sich die Feldlinien konzentrieren, die Stromdichte variieren und es kann mit dem angenäherten Finger aus jeder beliebigen Körperstelle Funken gezogen werden.

Bei dem im Institut Zeileis verwendeten Geißler-Rohr, benannt nach dem deutschen Physiker Heinrich Geißler (26. Mai 1814 - 24. Januar 1879), das im Volksmund als „Zauberstab“ bezeichnet wird, handelt es sich um eine teilevakuierte bzw. edelgasgefüllte (He, Ne) Glasröhre. Der grob orientierten Untersuchung mit dem „Stab“ liegt die Beobachtung zugrunde, daß bestimmte Hautbezirke durch ihr elektrisches Verhalten Rückschlüsse auf Erkrankungen innerer Organe zulassen. Durch Anlegen der Behandlungselektrode wird der Körper des Patienten elektrisch aufgeladen. Nähert man nun ein Geißler-Rohr, so leuchtet es, der elektrischen Feldstärke entsprechend, mehr oder weniger intensiv auf (violett). Der erfahrene Behandler erhält auf diese Weise einen groben Überblick über Hautwiderstand bzw. Leitfähigkeit bestimmter Stellen der Körperoberfläche und zieht daraus seine Schlüsse betreffend des Gesundheitszustandes des Patienten. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß diese Methode niemals moderne diagnostische Maßnahmen ersetzen kann.