Bluthochdruck 

Tödlicher Überfluss

Das „Metabolische Syndrom“ (Auch Syndrom X oder Inuslinresistenz-Syndrom genannt) ist wahrscheinlich der Killer unseres Jahrhunderts. Durch die Veränderungen der Gesellschaft im letzten Jahrhundert bestimmen Wohlstand und Überfluss das Leben und bilden die Basis für eine gesundheitliche Katastrophe. Bluthochdruck, Diabetes Typ II und weitere Erkrankungen sind die Folge. In diesem Beitrag soll genauer auf den Zusammenhang zwischen dem metabolischen Syndrom und Bluthochdruck eingegangen werden.

Metabolisches Syndrom – Definition

Das metabolische Syndrom ist das gemeinsame Vorkommen von Übergewicht (Adipositas), Fettstoffwechselstörungen (Hyper- und Dyslipoproteinämien), Zuckerstoffwechselstörungen (Insulinresistenz bis zum Diabetes mellitus) sowie Bluthochdruck (arterielle Hypertonie). Diese Zivilisationskrankheiten haben gemeinsame Ursachen und verstärken sich gegenseitig.

Ursache & Folgen

Ursache des metabolischen Syndroms sind neben einer genetischen Disposition vor allem Über- bzw. Fehlernährung und Bewegungsmangel. Typischerweise ist dieses Syndrom verbunden mit dem gehäuften Auftreten von arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und arterieller Verschlusskrankheit der Beine. Außerdem treten vermehrt Fettleber, Gallensteine, Gicht und degenerative Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates auf.

Blutdruck

Als optimal gilt der Blutdruckbereich, bei dem die geringsten Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen beobachtet wurden. Das ist ein Wert von etwa 120 zu 80 im Ruhezustand. Vom hochnormalen Blutdruck spricht man bei Werten von 130-139/85-89. Weiters unterscheidet man einen milden (Stufe I) bei 140-159/90-99, einen mittelschweren (Stufe II) bei 160-179/100-109 und einen schweren Bluthochdruck (Stufe III) bei über 180/über 110. Bei rund 90% aller Fälle kann die Ursache für Bluthochdruck (Hypertonie) nicht exakt festgestellt werden. Sicher ist, dass die Erbanlagen eine große Rolle spielen (auch Alter, Ernährung, Bewegung, …). Meist geht Übergewicht mit einer Blutdrucksteigerung einher. Sehr häufig zeigen Bluthochdruckpatienten mit Übergewicht gleichzeitig auch Zucker- und Fettstoffwechselstörungen sowie chronisch erhöhte Harnsäurewerte.

Zeitbombe

Schon seit fast 100 Jahren ist bekannt, dass bestimmte Stoffwechselvorgänge in direktem Zusammen- hang mit dem Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen stehen. Erst in den letzten Jahren kam aber die Erkenntnis dazu, dass Fett dabei eine zentrale Rolle spielt. Das metabolische Syndrom beginnt unspektakulär. Die Bequemlichkeit der Menschen steigt. Sie bewegen sich weniger und essen gleichzeitig mehr. Überschüssige Kalorien werden dabei als Bauchfett für „magere“ Zeiten gespeichert, die aber niemals kommen. Der Bauch wächst, und mit ihm die Gefahr, denn dieses Fett hat verheerende Folgen für den Stoffwechsel. Das dauerhaft erhöhte Fettangebot lässt nach und nach andere Gewebe ebenfalls verfetten, unter anderem die Muskulatur. Um das Überangebot an Nährstoffen in den Griff zu bekommen, verändert die Muskelzelle ihren Stoffwechsel: sie reagiert zunehmend weniger auf Insulin, jenes Hormon, das den Hauptnährstoff Glukose in die Zelle einschleust. Es beginnt ein Teufelskreis, bei dem der Körper immer mehr Insulin produzieren muss, um alle Zellen ausreichend zu versorgen. Blutzucker und Blutdruck steigen durch die Fehlregulation ebenfalls an. Schreitet dieser Prozess ungehindert fort, entsteht nach einigen Jahren das typische Bild eines metabolischen Syndroms.

Therapie

Wie bereits erläutert, sind die Hauptursachen des metabolischen Syndroms Übergewicht, Fehlernährung und mangelnde Bewegung. Die therapeutischen Ziele müssen daher Gewichtsreduktion, Änderungen im Ernährungsverhalten und vermehrte körperliche Aktivität sein. Gegebenenfalls müssen natürlich auch der erhöhte Blutdruck, der Diabetes und der gestörte Fettstoffwechsel therapiert werden. Wir im INSTITUT ZEILEIS beschäftigen uns sowohl mit der medikamentösen als auch – überwiegend – mit der nicht- medikamentösen Therapie des metabolischen Syndroms, seiner Vorstufen und Komponenten.

. Deshalb bitten wir bei Interesse um Anruf, Brief, Fax, E-mail bzw. Terminvereinbarung zum persönlichen Arztgespräch.

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